Wie lassen sich mehrere On-Board-Messsysteme in einer synchronisierten Umgebung zusammenführen, damit Daten aus einem Guss vorliegen, die Vorbereitung einfacher wird und die Nachbearbeitung verlässlicher funktioniert? Im Webinar zeigt tmc tmSERVER als zentrale Plattform, die Daten aus verschiedenen Systemen zusammenführt, Zeit- und Positionsbezug harmonisiert und einen einheitlichen Live-Blick auf die Messumgebung schafft.
Warum tmSERVER relevant ist
Viele On-Board-Messaufbauten arbeiten noch mit getrennten Werkzeugen, Split-Screens und unsynchronisierten Datenströmen. Das erzeugt zusätzlichen manuellen Aufwand, erschwert die Fehlersuche und macht vorbeugende Wartung deutlich komplizierter.
tmSERVER setzt genau hier an: Die Lösung zentralisiert den Systemstatus, synchronisiert die relevanten Referenzen und liefert den Bedienern statt mehrerer einzelner Terminals eine gemeinsame Ansicht. Dadurch verbessern sich Messqualität, Verfügbarkeit und Alltagstauglichkeit im Betrieb.
Was tmSERVER leistet
tmSERVER aggregiert Daten aus unterschiedlichen On-Board-Messsystemen und überführt sie in einen durchgängigen Workflow. Vor jeder Messfahrt kann ein One-Click-Readiness-Check durchgeführt werden, der zeigt, ob alle Systeme korrekt synchronisiert und einsatzbereit sind.
Nach der Fahrt erzeugt tmSERVER automatisch Systemprotokolle und ein Job-Protokoll, das alle beteiligten Systeme für einen kompakten Gesamtüberblick zusammenfasst. So entfällt ein großer Teil der manuellen Dokumentation, und Reporting sowie Analyse werden deutlich konsistenter.
Der Ablauf in der Praxis
Das Webinar zeigt den typischen Ablauf von der Vor-Konfiguration bis zur Nachbearbeitung. Vor dem Start gibt der Nutzer Strecken-Metadaten ein, wählt die beteiligten Systeme aus und prüft den Systemstatus auf der Vorbereitungsseite.
Nach der Messfahrt wird der Status der einzelnen Systemprotokolle angezeigt, einschließlich der Frage, welche Systeme bereits valid sind und welche noch in der Nachbearbeitung sind. Das Job-Protokoll bündelt diese Informationen und sorgt für einen klaren Gesamtüberblick über die Messfahrt.
So verkürzt tmSERVER die Vorbereitungszeit, reduziert Wiederholungsmessungen und macht Inbetriebnahme und Schulung einfacher, weil die Abläufe standardisiert und nachvollziehbar werden.
Technische Stärken
tmSERVER basiert auf drei zentralen Säulen:
- API-Integration, damit externe Systeme problemlos angebunden werden können.
- Zeit- und Positionssynchronisation über Technologien wie PTP, NTP und PPS für präzise Messungen.
- Datenaggregation und -verteilung, die einen einheitlichen Live-Blick und saubere Nachmess-Protokolle ermöglicht.
Die Plattform unterstützt eine breite Palette an Systemen, darunter Positionierung, Geometrie, Umweltsensorik, Vision-Systeme, Radar und Korrosionsmessungen. Wenn ein System misst, kann tmSERVER die Daten in denselben Workflow integrieren.
tmSERVER als Teil von tmOS
Im Webinar wird tmSERVER auch als Backbone von tmOS beschrieben, dem modularen Betriebsumfeld von tmc. tmOS zentralisiert Daten, unterstützt Micro Apps, verwaltet Nutzer und Rollen und liefert sowohl Live- als auch Historienansichten.
Damit wird tmSERVER mehr als ein On-Board-Datenknoten. Die Lösung wird zu einer skalierbaren Umgebung, die mit dem Unternehmen mitwächst und nicht an starre Systemgrenzen gebunden ist. Der Wechsel von einer Legacy-Windows-Anwendung zu einer modernen, webbasierten Lösung reduziert zudem langfristig die Lebenszykluskosten.
Hardware und Weiterentwicklung
Auch auf Hardware-Seite beschreibt das Webinar die Weiterentwicklung von klassischen Komponenten zu einer moderneren Architektur. Der alte EM1-Computer wird von einer neuen Systemgeneration abgelöst, während das frühere 535-Panel durch TM Hub ersetzt wird, das bessere Integration, einfachere Installation und sauberere Verkabelung ermöglicht.
Ein weiterer Baustein ist TMYNC, das eine einheitliche zeitbasierte Referenz über alle Messsysteme erzeugt und GNSS-, Encoder-, NTP-, PPS- und PTP-Informationen verteilt. Da TMYNC auf TMMDC läuft, kann es tmSERVER-Daten außerdem über Mobilfunknetze übertragen.
Diese Kombination macht tmSERVER sowohl für Neufahrzeuge als auch für Retrofits geeignet. Das System ist bereits auf Messfahrzeugen und Stopfmaschinen im Einsatz und wird für den Einsatz auf unbemannten Fahrzeugen vorbereitet.
Bewährt im Betrieb
tmSERVER ist kein Experiment, sondern bereits in zahlreichen realen Anwendungen im Einsatz. Das Webinar nennt mehr als 120 Installationen in 36 Ländern und zeigt damit, dass die Lösung in der Praxis etabliert ist.
Die neue tmOS-basierte Generation wird bereits in Ländern wie Japan, Österreich und den Niederlanden eingeführt. Das unterstreicht den Übergang von der klassischen Plattform hin zu einer zukunftsfähigen Architektur mit breiterer Software- und Hardwarebasis.
Nutzen für die Zielgruppen
Der Nutzen von tmSERVER ist besonders klar für drei Gruppen:
- Maschinenbediener, die von einer einzigen Live-Ansicht, schnelleren Prüfungen und weniger Koordinationsaufwand profitieren.
- Flottenbetreiber, die verlässlichere Datenaggregation, bessere Flottenübersichten und eine stärkere Grundlage für Predictive Maintenance erhalten.
- Infrastrukturmanager, die konsistentere Diagnosen und bessere Dokumentation für Planung und Betrieb bekommen.
Durch die Vereinheitlichung der Messsysteme und die Standardisierung des Datenflusses hilft tmSERVER Teams, schneller und konsistenter zu arbeiten und Ausfallzeiten zu reduzieren. Gleichzeitig legt das System die Grundlage für hochwertigere Daten und bessere Entscheidungen über den gesamten Instandhaltungszyklus hinweg.